Die Stationen des Bodenerlebnispfads

Unser Bodenerlebnispfad besteht aus 15 interessante Stationen, die im ganzen Wildpark verteilt sind. Auf unserer Karte kannst du sehen, wo die einzelnen Stationen sind. 

1. Bodenlabyrinth - Verschlungene Wege des Wassers, Wurzeltunnel

Das Bodenlabyrinth führt dich unter die Erde. Das ehemalige "Bärenhaus" wurde hierzu umgebaut.

Die Bodenreise führt zunächst durch einen Keller mit sprechender Waschmaschine sowie durch eine historische Waschküche mit Waschkessel und Bottichwaschmaschine.

Abenteuer pur bietet der Gang in die Abwasserkanalisation. Hier gibt es Rohre und Wandlöcher zum Durchkriechen, fließendes Wasser am Boden und natürlich auch echte Ratten.

Wenn du dich traust, kannst du in die geheimnisvolle Unterwelt abtauchen. Du unterwanderst eine Straße und entdeckst u. a. historische Wasserleitungen von Güstrow, die aus dem 16. Jahrhundert stammen, den Rotfuchs in seinem Bau oder herabhängende Baumwurzeln.

Überirdisch gibt es eine Plattform mit herrlichem Ausblick und einer Kinderrutsche.

2. Glaziale Serie - Eine weite Reise

1 km im Jahr legte das Eis von Norwegen bis Güstrow zurück.

Vor etwa 20.000 Jahren war bei uns im Norden der Höhepunkt der letzten Eiszeit, der sogenannten Weichseleiszeit. Hier wird gezeigt, wie sich das mächtige Eis bildete, wie es sich wieder zurück zog und welche Auswirkungen diese Eiszeit auf die Veränderungen der Landschaft mit sich brachte.

Puzzlespiele ermöglichen dir das Nachbilden dieser Landschaften.

Diese Station befindet sich im Wildfreigehege, wo kapitale Damhirsche den Weg kreuzen.

3. MutterBoden - Der Zahn der Zeit schafft Fruchtbarkeit

Das trifft bei der Entstehung des Bodens voll zu. Aber wie entsteht Boden eigentlich? Wir gehen täglich darüber und wissen kaum, wo der Boden herkommt.

An dieser Subterra-Station werden Entstehungsmöglichkeiten dargestellt. Große Findlinge und vermoderte Baumstämme und -wurzeln veranschaulichen dir dieses Thema.

4. LebensReich - Millionenfaches Leben in einer Hand voll Erde

Diese Station des Bodenerlebnispfades beschäftigt sich mit dem Leben im Boden. Was machen Regenwürmer, Pilze und Kleinstlebewesen so bedeutsam? Warum gibt es gute und böse Bakterien?

Wundere dich nicht, wenn du im Boden auf Elefanten stößt. Geh‘ entlang des Waldweges auf Entdeckungstour und suche die Antworten.

5. Feingefühlt - Was genau ist eigentlich Lehm?

Keine Angst vor schmutzigen Fingern! - Mit einer Fingerprobe kannst du hier den Unterschied zwischen Lehm, Sand, Schluff und Ton erfühlen.

Ein drehbarer Behälter birgt die unterschiedlichen Bodenarten.

6. Lebenslauf - Momentaufnahme einer langen Entwicklung

Du siehst vor Ort ein natürliches Bodenprofil, sozusagen einen Schnitt durch den Boden auf Augenhöhe. Deutlich sind die einzelnen Bodenschichten erkennbar.

7. Bodengesichter - Jeder Boden ein Individuum

Böden sind in Schichten, in sogenannte Horizonte gegliedert. Die unterschiedliche Art und Abfolge der Horizonte dient zur Unterscheidung der verschiedenen Bodentypen.

Klappe auf, noch eine Klappe auf … Klappe zu … Klappe auf … Klappe … Mach dich selbst schlau und schau dem Boden ins Gesicht.

8. Landschaftsbilder - Moorlandschaften

In Mecklenburg-Vorpommern bestehen noch über 12 Prozent der Fläche aus Moor. Aber wie entstanden diese Moore? Diese Station zeigt einige Beispiele für Moorlandschaften und wie sie entstehen.

9. Durst - Die Kultivierung der Moore

Über die Hälfte der Moore in Mecklenburg-Vorpommern sind durch intensive Nutzung mehr oder weniger stark entwässert. Welche Auswirkungen dieses auf die Moorlandschaften hat, kannst du an dieser Station erfahren.

10. Was ist Torf?
Woraus besteht Torf?

Wenn du dir Torf genau anschaust, entdeckst du tatsächlich Teile von Pflanzen: kleine Moose, Wurzeln, Samen oder Holzstückchen. Diese Pflanzen können mehrere tausend Jahre alt sein.

Durch den ständigen Wasserüberschuss werden die Pflanzen im Moor quasi luftdicht verpackt und nicht von Mikroorganismen abgebaut. Fast wie in Omas Konservengläsern! Du kannst hier verschieden Torfarten kennenlernen.

11. Torfnutzung - Früher und Heute

In moorigen Gebieten gab es meist wenig Holz. Daher wurde früher in mühevoller Handarbeit Torf gestochen und die Soden in sogenannten Ringeln zum Trocknen gestapelt. Die getrockneten Soden dienten als Heizmaterial.

Heute wird mit speziellen Maschinen großflächig Torf zum größten Teil für den Gartenbau abgebaut. Viele Moore werden dadurch zerstört. Komposterde wäre ein idealer Ersatz im Gartenbau.

Hör vor Ort gut zu, was über die Moorbauern berichtet wird.

12. Moore - Hoch oder Tief
Wege des Wassers, Wurzeltunnel

Es gibt Hoch- und Niedermoore. Kennst du den Unterschied?

Niedermoor entsteht bei einem höheren Grundwasserspiegel. Torf bildet sich in den vernässenden Senken und in verlandeten Seen. Zusätzlich gelangen Nährstoffe ins Niedermoor, wo neben seltenen Orchideen vor allem Binsen, Seggen und Erlenbrüche wachsen.

Hochmoore wachsen durch die Torfmoose über den Grundwasserspiegel hinaus. Sie halten das Regenwasser fest. Aufgrund des niedrigen Nährstoffgehaltes wachsen hier außer den Torfmoosen wenige spezialisierte Pflanzen, wie beispielsweise der Sonnentau.

13. Multitalent - Was ein Moor so alles kann

Ein intaktes, lebendiges Moor erfüllt wichtige ökologische Aufgaben im Naturhaushalt - gratis!

Durch Entwässerung ist jedoch der Großteil unserer Moore heute stark beeinträchtigt. Diese gestörten Moore stellen oft sogar eine Belastung für das Ökosystem dar, indem sie beispielsweise treibhausfördernde Gase wie Kohlendioxid oder Lachgas wieder freisetzen.

14. Flusstalmoore - Die Moorlandschaften und die Altarme der Nebel

Das Flusstal der Nebel wurde durch Schmelzwasserströme am Ende der letzten Eiszeit geformt, welches die heutige Nebel wie ein vergleichsweise kleines Rinnsal erscheinen lassen.

An diesem Ort kannst du auch einfach nur die Seele baumeln lassen und den Geräuschen der Natur zu hören. (…, denn bei der nächsten Station wird’s schaurig!)

15. Zeitzeugen - Moorleiche und Irrlichter

Zu den aufregendsten Begegnungen im Moor gehören wohl die Funde von Moorleichen. Wie sind sie ins Moor gekommen? Woran sind sie gestorben? Wie haben sie gelebt?

Am Tage, aber auch bei einer Nachtwanderung, gehst du an dieser Station vorbei. Aber Vorsicht! Du begegnest dort einer Moorleiche. Und lass dich nicht von den Irrlichtern auf den falschen Weg bringen.

Förderer

  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU
  • Aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern
  • Barlachstadt Güstrow

Unterstützt durch:

  • Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft
  • Universität Rostock